Zum 100. Geburtstag ein Glücksklee

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio bekamen ein sensibles Facelift verpasst.

Die legendäre Rennstrecke des Nürburgrings – eine wahre Ikone des Motorsports. Ein Ort, an dem Geschwindigkeit, Leidenschaft und Präzision aufeinandertreffen. Genau hier präsentierte Alfa Romeo stolz seine Quadrifoglio-Modelle.

Wonach andere lange suchen müssen, ehe sie eines finden, zeigt der italienische Automobilhersteller Alfa Romeo, wo man gleich zwei auf einen Schlag finden kann: Die Rede ist von Glücksbringern, von vierblättrigen Kleeblättern. Und die, die eines oder zwei gefunden haben und in ihren heimischen Garagen hegen und pflegen, nennen sich nicht ohne Stolz „Alfisti“. Alfa Romeo setzt auf dieses Glücksgefühl nun schon seit einhundert Jahren. 1923 klebten die Italiener erstmals ein vierblättriges Kleeblatt als Glücksbringer auf einen ihrer Rennwagen. Bis heute. Für die Alfisti gehört das Kleeblatt zu Alfa, wie Romeo zu Julia. Angefangen hat alles am 15. April 1923, als Ugo Sivocci am Steuer eines Alfa Romeo RLS vor seinem Teamkollegen Antonio Ascari das Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien gewann. Krönten ihre Leidenschaft für das Kleeblatt 1950 und 1951 mit der Formel-1-Weltmeisterschaft. Bis der Glücksbringer allerdings auf einem Serienfahrzeug landete, dauerte es bis 1963. Eine in kleinen Stückzahlen gebaute Giulia TI Super. Und man darf getrost davon ausgehen, dass Alfa Romeo auch noch 2027, wenn das Unternehmen komplett elektrisch geworden ist, das Kleeblatt nicht verwelken lassen wird. Noch ist bis dahin etwas Zeit: Zum runden Geburtstag gibt es für die Hardcore-Anhänger der Marke noch einmal Glückskekse auf Rädern. Zwei exklusive, jeweils auf 100 Stück limitierte Sondereditionen von Giulia und Stelvio. Künstlername “Quadrifoglio 100° Anniversario”. Und wie bei heiß begehrten Kunstobjekten üblich, so waren alle Exemplare schnell vergriffen. Wer leer ausgegangen ist, muss sich nicht grämen. Denn die beiden Originale aus der alten Alfa-Welt – sprich aus der Vor-Stellantis-Zeit – gibt es jetzt auch als normale Serienmodelle in unbegrenzter Stückzahl. Die Giulia Quadrifoglio kostet mindestens 92.000 Euro, der frisch frisierte Stelvio startet ab 101.000 Euro.


Jede Menge Sicht-Karbon
Schon seit 2016 bringt die Giulia das Blut der Alfisti in Wallung, das erste Alfa-SUV, der Stelvio, kam 2017. Neue Nachfolger werden 2024 auf einer Stellantis-Plattform folgen. Im Frühjahr wurden Giulia und Stelvio ein sensibles Facelift verpasst, das nun auch die Jubilare mit dem Kleeblatt erhalten. Zu erkennen, an den neuen Scheinwerfern mit drei Elementen. Als Vorbild diente der Tonale. Voll-LED-Matrix-Licht ist jetzt serienmäßig. Hinten zeigen beide modern gezeichnete Rückleuchten. Rundum gibt es jede Menge Sicht-Karbon an Außenspiegeln und Kühlergrill, die schwarzen Felgen im typischen Telefonwählscheiben-Design fahren ebenfalls immer mit. Die Giulia fährt auf 19-Zoll-Pneus, der Stelvio auf 21-Zoll-Felgen. Motorhauben, Spoiler, Seitenschürzen sowie Kardanwellen bestehen aus Kohlefaser. Giulia erhält zudem einen aktiven Kohlefaser-Frontsplitter. Der Sound bläst aus vier megafetten Rohren vom Chef-Trompeter Akrapovic, der in der Welt der Sportauspuff-Anlagen einen klangvollen Namen hat. Innen glänzen hochwertig anmutender Karbonschmuck sowie speziell auf den engagierten Einsatz abgestimmte und individuell einstellbaren Grafiken. So lassen sich zum Beispiel im Layout „Race” die optimalen Schaltpunkte bei manuellen Gangwechseln darstellen.


Leistung leicht erhöht
Auch die Leistung der 2,9-Liter-V6-Biturbos wurde noch einmal leicht erhöht. Und zwar auf 382 kW/520 PS. Ein mechanisches, selbstsperrendes Differenzial an der Hinterachse soll zudem die Traktion beim Beschleunigen verbessern sowie die Agilität in schnell gefahrenen Kurven halten. Bei der Abstimmung habe man auf die Erfahrungen der noch einmal 20 PS stärkeren GTA-Versionen zurückgegriffen, betont man bei Alfa. Erste Runden auf dem legendären Autodrom von Montlhéry südlich von Paris bestätigen das. Wer sich traut, beschleunigt die flotte Giulia in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und schafft unglaubliche 308 km/h. Bruder Stelvio stellt sich bis 285 km/h gegen den Wind. Dämpfer und Federn lassen sich perfekt dem Kurs und dem Können des Fahrers/in anpassen. Kann man machen, muss man aber nicht. Individuelles Glück definiert halt jeder/jede für sich anders. So sind Sie halt, die Alfisti!

Fotos: Stellantis(Alfa Romeo) / www.alfaromeo.de

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